Februar 11, 2022

Oft unterschätzt: Die kindgerechte Suchmaschine

Der Begriff „googeln“ hat es in den Duden geschafft. Ein Beleg dafür, dass viele von uns digitale Medien, das Internet und die Suchmaschine Google ganz selbstverständlich in den Alltag integriert haben. Doch mit dieser Selbstverständlichkeit schwindet oft auch die Sensibilität. Ohne lange darüber nachzudenken googeln wir beispielsweise in der Anwesenheit von Kindern. Der eine oder die andere wird nun denken: Wo ist das Problem? Erwachsene, die sich auf dem schnellen Weg eine Information beschaffen wollen, erkennen vorwiegend den Nutzen. Kinder, die das nebenbei oder bewusst beobachten und das Verhalten von Eltern und Lehrer*innen auf dem eigenen Endgerät nachahmen bzw. die voreingestellte Suchmaschine am Familien-PC übernehmen, surfen dann ungefiltert im Netz. 

Im Sinne Bourdieus (1982) könnte man hier von einem kulturellen Kapital sprechen, das in den Familien vererbt wird. […] Es ist daher mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass Erziehende vor allem ihren eigenen Medienumgang reflektieren sollten.“

(Vollbrecht, 2003, S. 19)

Dabei wäre die Thematisierung und bewusste Nutzung kindgerechter Suchmaschinen eine der leichtesten Übungen im Dschungel der Medienkompetenz – und offensichtlich durchaus sinnvoll. Zwei der bekanntesten Möglichkeiten, um Kinder mit der Suche im Internet vertraut zu machen, sind Frag Finn und Blinde Kuh. Hier wird das World Wide Web mittels einer von Medienpädagog*innen erstellten Whitelist gefiltert. Darüber hinaus sind zahlreiche interessante Inhalte für den Nachwuchs aufgeführt. 

Literatur

Vollbrecht, R. (2003). Aufwachsen in Medienwelten. In K. Fritz, S. Sting, & R. Vollbrecht (Hrsg.), Mediensozialisation. Pädagogische Perspektiven des Aufwachsens in Medienwelten (S. 13-24). Leske + Budrich.

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